GUS - alte Daten in neuen Kleidern (01/2002)

Das Salzachtal als alpines und randalpines Haupttal ist durch Nutzungsvielfalt und starke Beanspruchung des Raumes gekennzeichnet. Die fortschreitende Beeinträchtigung der Naturraumqualität und das Auftreten von Nutzungskonflikten verschiedenster Art veranlassten die Salzburger Landesregierung 1991 die Rahmenbedingungen für künftige Entwicklungen erarbeiten zu lassen. Damit sollte auch gewährleistet werden, dass für die Beurteilung von Einzelprojekten rasch auf einen Fundus von Grundlagen zurückgegriffen und im besonderen über Vorhaben, die einen starken Interessenwiderstreit hervorrufen, auf einer fundierten Basis und im Gesamtzusammenhang entschieden werden kann.

Die mit Jahresende 1995 abgeschlossenen Untersuchungen umfaßten umfangreiche Analysen und Synthesen der Naturraumausstattung und -qualität, der aktuellen Raumnutzung und der Nutzungsabsichten sowie des sich für die räumliche Entwicklung aus der Vielzahl der Interessen ergebenden Konfliktpotentials.

Die Ausgangssitutation

Obwohl im Rahmen der GUS der Großteil der Karten digital erstellt wurde, konnten durch das SAGIS - das Salzburger Geographische Informationssystem der Salzburger Landesregierung - nur unter sehr großem Aufwand Karten mit GUS-Daten bereitgestellt werden.

Anfang 2001 war das SAGIS bzgl. der GUS-Daten mit folgender Ausgangslage konfrontiert:

  • Die Daten waren komprimiert im ArcInfo-Exportformat auf "der" GUS-CD abgelegt.
  • Die Dokumentation der Daten war nur analog in Form des sog. "GUS-Datenkatalog" verfügbar.
  • Die GUS-Karten waren nur analog im Kartenarchiv bzw. als sehr stark verkleinerte Kopien in den diversen Berichten enthalten.
  • Um mit ArcInfo Karten zu erstellen, müssen sog. Makro-Scripts programmiert werden. Für eine rasche Kartenausgabe und den digitalen Zugang möglichst vieler User war zum Zeitpunkt der Erstellung, in der damaligen Version, die Software "ArcInfo" nicht das geeignete Werkzeug. Ausserdem lagen diese Scripts dem SAGIS nicht vor.
  • Es konnten zu den bestehenden analogen Karten keine Karten mit zusätzlichen und/oder aktuelleren Daten (z.B. Raumordnung) erstellt werden.
  • Für die GUS Daten wurde viel Geld ausgegeben, sie sind qualtitativ sehr hochwertig und es besteht von vielen Seiten Bedarf an ihnen.
Die Lösung

Das ICRA wurde Anfang 2001 durch das SAGIS beauftragt, die Daten der Gesamtuntersuchung Salzach (GUS) aufzubereiten. Ziel war es, den Datenbestand der GUS in das SAGIS derart zu integrieren, daß die Informationen den Fachbereichen nicht nur als Rohdaten zur Verfügung stehen, sondern, diese auch in der alltäglichen Arbeit effizient genutzt werden können.

Es wurde deshalb ein ArcView-Projekt für das SAGIS erstellt, mit dem jeder Bearbeiter die Ergebnisse der GUS sinnvoll aufbereitet auf seinem Arbeitsplatz nutzen kann. Dem Sachbearbeiter stehen somit nicht nur die "rohen" GIS-Daten, sondern bereits vorgefertigte "Ansichten" dieser GIS-Daten ("views") zur Verfügung. In diesen views werden ausgewählte Merkmale so dargestellt, daß sie von den verschiedenen Bearbeitern aus den entsprechenden Fachbereichen bequem für deren alltägliche Arbeiten genutzt werden können. Dies wurde ermöglicht, indem zu jedem dargestellten Merkmal eine entsprechende Legende erstellt wurden und ausgewählte Daten ,die nur in Form von Tabellen vorlagen so mit den entsprechenden GIS-Daten verknüpft wurden, daß sie auch genutzt werden können. Die views enthalten im Prinzip dieselben Inhalte wie die Karten die im Rahmen der GUS erstellt wurden. Zur besseren Orientierung können auch anderen "Basisdaten" (ÖK's, Satellitenbild, Geländerschummerung, etc.) eingeblendet werden Zusätzlich wurden alle 44 GUS-Bände mit fast 9.000 Seiten auf GIS-relevante Hinweise durchleuchtet und für jede Teiluntersuchung eine Kurzfassung und umfassende Datenbeschreibung erstellt.

Das Endprodukt - GUS on CD

Endprodukt war das ArcView-Projekt "GUS.apr" das auf CD beim SAGIS erhältlich ist. Sämtliche GUS-Daten finden sich sowohl als ArcView-Shapes als auch als ArcInfo-Covers direkt auf der CD. Amtsintern steht diese Applikation auch allen SAGIS-Nutzern zur Verfügung. Über das Intranet können diese auch auf alle views des SAROK zugreifen. Für nähere Auskünfte wenden Sie sich bitte an Frau MMag. Phillip-Pommer vom SAGIS.

 
ICRA Lilli-Lehmann-Gasse 4, A5020 Salzburg, Österreich    Tel: [43] (662) 624496    Email: office@icra.at
Copyright © by ICRA 2005. All rights reserved.