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UP-Tool

Die Strategische Umweltverträglichkeitsprüfung (SUP) ist ein durch eine EU-Richtlinien gesetzlich vorgesehenenes, systematisches Prüfungsverfahren, mit dem die Umweltaspekte bei strategischen Planungen und dem Entwurf von Programmen untersucht werden müssen. Aufgrund der Tatsache, dass UVP-Verfahren keine Untersuchung der strategischen Auswirkungen der Projekte vorsehen (z.B. Generierung von neuem Verkehr bei Netzschluss), wurde nach einem vorgelagerten Verfahren gesucht, das die strategische Auswirkungen auf die Umwelt untersucht.

In der Europäischen Union wurde die Strategische Umwelt- verträglichkeitsprüfung durch die SEA-Direktive verankert, die von den Mitgliedsstaaten der Union durch den Erlass eigener Bestimmungen über die SUP bis Juli 2004 hätte umgesetzt werden sollen, was in vielen österreichischen Bundesländern auch passiert ist. Dort, wo Umsetzungen der SUP-Regelungen noch fehlen, ist die SUP-Richtlinie nun direkt anzuwenden.

Typische Anwendungsfälle sind Regionalentwicklungspläne, Verkehrs- konzepte, Abfallwirtschaftspläne, Energiekonzepte, Tourismus- programme, etc.

Der Fokus der SUP liegt auf Programmen und Plänen, aber auch Politiken. Die Struktur lehnt sich an die UVP an, d.h. es gibt folgende Phasen:

  • Bestimmung der SUP-Pflichtigkeit und der einzubeziehenden Stellen
  • Abgrenzung und Randbedingungen (Detaillierung, Umfang)
  • Erhebung des Ist-Zustandes (Umweltbelastung)
  • Bestimmung der (voraussichtlich erheblichen) Umweltauswirkungen
  • Information oder Einbeziehen der Stellungnahmen der Bevölkerung
  • Entscheidungsfindung
  • Überprüfung der Auswirkungen der Pläne und Programme nach deren Umsetzung
Die SUP soll verhindern, dass Pläne und Programme auf die Umweltauswirkungen keine Rücksicht nehmen. Typische Anwen- dungsfälle sind Regionalentwicklungspläne, Verkehrskonzepte, Abfallwirtschaftspläne, Energiekonzepte, Tourismusprogramme, etc. Dabei müssen neben den Auswirkungen auf die Umwelt auch Einflüsse auf materielle Werte und archäologische Fundorte berücksichtigt werden.

Nach §4 des Salzburger ROG sind Planungen der Raumordnung unter bestimmten Vorraussetzungen einer Umweltprüfung zu unterziehen. Diese beziehen sich einerseits auf den Standort selbst und andererseits auf die Nachbarschaft dieses Standortes. Das UP-Tool unterstützt Planungsexperten in alle Phasen einer strategischen Umweltprüfungen, indem es für jedes relevante Sachgebiet automatisch generierte und standardisierte Karten erzeugt. Diese Karten dienen sowohl dem Experten bei der Entscheidung, ob im konkreten Anlassfall eine Umweltprüfung notwendig ist, als auch zur Untermauerung der Entscheidung in einen Gutachten.

Das UP-Tool wurde als Extension für ArcGis programmiert. Das UP-Tool stellt dem Benutzer ein Werkzeug zur Verfügung mit dem er Standorte abgrenzen und diese Flächen speichern kann. Des weiteren kann er für die drei Maßstabsebenen "weitere Umgebung des Standortes", "nähere Umgebung des Standortes", sowie den "Standort" selbst Maßstäbe definieren, die entsprechenden Kartenausschnitte festlegen und so Einflußbereiche abgrenzen. Der Ist-Zustand kann in Form von Karten ausgegeben werden, wobei für jede relevante Sachgebiete eine eigene Karte ertstellt wird. Derzeit sind im UP-Tool am Amt der Salzburger Landesregierung 12 Sachgebiete mit über 200 darstellbaren Themen implementiert.
  • Landschaftsstruktur und -bild
  • Vegetation und Tierwelt
  • Erholungsnutzung und Grünflächen
  • Lebensräume und Biotope
  • Kulturgüter- und Ortsbild
  • Geologie und Baugrundeignung
  • Boden
  • Land- und Forstwirtschaft
  • Wasser und Wasserwirtschaft
  • Naturräumliche Gefährdungen
  • Lärm
  • Luft
Die Architektur der Applikation ist so offen gestaltet, dass alle wesentliche Parameter wie Anzahl und Titel der Karten, dargestellte Themen, Layout, etc ohne Programmieraufwand frei definierbar sind. Für alle Sachgebiete werden automatisch alle notwendigen Karten- ausschnitte in einem standardisierten Karten-Layout (DIN A4 quer) erstellt und wahlweise auf einem Drucker oder als Graphik-Export (PDF, PS, JPG, o.ä.) ausgegeben.

Zum Thema UP-Tool und dessen Einsatz in der Strategischen Umweltprüfung ist in der Zeitschrift "Raumplanung aktuell (2006)" ein Artikel von Dr. BRAUMANN erschienen.

Den Artikel können sie als PDF über nebenstehenden Link öffnen. Eine gedruckte Fassung der Zeitschrift "Raumplanung aktuell (2006)" können Sie beim Amt der Salzburger Landesregierung - ABTEILUNG RAUMPLANUNG
anfordern.

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in 7 Schritten zur Ihren SUP Grundlagen!

































 
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