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Gewinnung nicht-trivialer Oberflächen

Digitale Höhenmodelle (DHM) sind digitale Beschreibungen von Oberflächen. Diese werden dabei rasterförmig aufgelöst. Jede Zelle des Rasters führt neben der numerischen Speicherung seiner horizontalen Lage innerhalb der gesamten Oberfläche auch die Information bezüglich ihrer Höhenlage mit sich. Zumeist beziehen sich solche Modelle auf Ausschnitte der natürlichen Erdoberfläche. In solchen Fällen spricht man von Digitalen Geländemodellen (DGM). Digitale Geländemodelle bzw. Höhenmodelle sind heute in vielen Bereichen der anwendungsorientierten Geowissenschaften und der Technik selbstverständliche Datengrundlagen. Neben derlei "harten" materiellen Oberflächen können Digitale Höhenmodelle aber auch gänzlich andere Landschaften beschreiben. Solche immaterielle Landschaften, ein Beispiel dafür wären Bodenpreisoberflächen, erlauben zum einen Einblicke in eine ansonsten dem Auge nicht zugängliche "Wertelandschaft", und stellen zum anderen die Basis für weitere Analysen.

Das Erstellen Digitaler Gelände- und Höhenmodelle ist in den meisten Fällen reine Routine. Daneben aber gibt es spezielle Problembereiche, in denen herkömmliche Techniken und Methoden nicht anwendbar sind. So entzieht sich beispielsweise der Grund von Gewässern den üblichen Mitteln einer Erkundung aus der Luft oder dem Weltall. Und selbstverständlich können auch die schon angesprochenen immateriellen Landschaften nicht direkt beobachtet und gemessen werden. Während bei herkömmlichen Geländemodellen die Information von Lage und Höhe bereits durch die Methode der Gewinnung als regelmäßiger Raster vorliegt, ist dies bei den schon angesprochenen Problemfällen häufig nicht so. Somit tritt neben den Aufwand zur Gewinnung der Beobachtungsdaten auch noch der Aufwand zur Berechnung des regelmäßigen Datenrasters eines Digitalen Höhenmodells. Gerade die Lösung solcher Probemfälle, die Gewinnung nicht-trivialer materieller und immaterieller Oberflächen, ist eine der speziellen Tätigkeiten unseres Unternehmens.

Die nachfolgende Aufstellung beinhaltet einige ausgewählte Projekte und Anwendungsbeispiele zu dieser Tätigkeit.

  • Interpolation von Oberflächen mit CRS (completely regularized spline with smoothing and tension) - Evaluierung von Methode und Ergebnisse am Beispiel Bodenpreisoberflächen für die Stadt Salzburg (siehe dazu die Publikation Dumfarth 1996a).
  • Erstellung von Bodenpreiskarten durch GIS-gestützte räumliche Interpolationsmethode und weiterführende Analysemöglichkeiten (siehe dazu die Publikationen Dumfarth 1996b,c).
  • Interpolation von räumlich hochauflösenden digitalen Geländemodellen der Seebecken der Salzburger Voralpenseen (Wallersee, Mattsee, Obertrumersee, Grabensee).
  • Interpolation von räumlich hochauflösenden digitalen Geländemodellen der Seebecken der Salzburger Alpen- bzw. Alpenrandseen (Fuschlsee, Wolfgangsee, Zellersee).
  • Modellierung der räumlichen Verteilung des Niederschlags (Monatsmittel) im Nationalpark Kalkalpen, OÖ.
  • Modellierung von Starkniederschlagsoberflächen im Nationalpark Kalkalpen, OÖ.
  • Räumliche Interpolation von Monatsmittel der Lufttemperatur im Nationalpark Kalkalpen, OÖ.
  • Horziontale und vertikale räumliche Interpolation von Temperatur- und Niederschlagswerten
  • Wetter- und Klimawerte: räumliche Prognose zeitlich prognostizierter Werte (siehe dazu die Publikation Dumfarth, Haselhofer & Schwap 2000)

Unser Know-How in Hinblick auf die Gewinnung nicht-trivialer Oberflächen bzw. Höhenmodelle präsentierten wir bei verschiedenen Fachtagungen (CORP 1996; AGIT 1996; AGIT 2000; AGIT 2001). Ausführlichere Darstellungen in wissenschaftlichen Publikationen erfolgten in der Zeitschrift GeoBIT 10/2001: "Blick in die Tiefe" (Artikel als PDF) sowie als Fachbeiträge in den Sammelbänden "Angewandte Geographische Informationsverarbeitung VIII" (Interpolation von Oberflächen mit CRS - Evaluierung von Methode und Ergebnisse am Beispiel Bodenpreisoberflächen für die Stadt Salzburg; Erstellung von Bodenpreiskarten durch GIS-gestützte räumliche Interpolation - Methode und weiterführende Analysemöglichkeiten), "CORP 1996" (Interpolation von Bodenpreisoberflächen für die Stadt Salzburg - Artikel als PDF); "Angewandte Geographische Informationsverarbeitung XIII" (REGIS - Regionales Geographisches Informationssystem für Lufttemperatur - räumliche Prognose zeitlich prognostizierter Werte) "Angewandte Geographische Informationsverarbeitung XIII" (Geostatistik unter Wasser - subaquatische Geländemodelle mittels Echolot und dGPS).


Digitales Höhenmodell Mattsee (Salzburg/Österreich)




VRML Wolfgangsee Seebecken
(benötigt VRML-PlugIn)


ICRA-Publikationen zum Thema

Dumfarth: "Blick in die Tiefe" (GeoBIT 11/2001 - Artikel als PDF)

Dumfarth: "Geostatistik unter Wasser: subaquatische Ge- ländemodelle mittels Echolot und dGPS" (AGIT 2001)

Dumfarth, Haselhofer & Schwap: "REGIS: Regionales geographisches Informations- system für Lufttemperatur - räumliche Prognose zeitlich prognostizierter Werte
(AGIT 2000)"

Dumfarth: "Interpolation von Bodenpreisflächen für die Stadt Salzburg" (CORP 1996c - Artikel als PDF)

Dumfarth: "Interpolation von Oberflächen mit CRS (completely regularized spline with smoothing and tension) - Evaluierung von Methode und Ergebnisse am Beispiel 'Boden- preisoberflächen für die Stadt Salzburg'" (AGIT 1996a)

Dumfarth & Brückler: "Erstellung von Bodenpreis- karten durch GIS-gestützte räumliche Interpolation Methode und weiter führende Analysemöglichkeiten" (AGIT 1996b)
 
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